Zur Verleihung des Literaturnobelpreises an Swetlana Alexijewitsch

Wir können als Schriftstellerverband  dem Komitee zu dieser Auswahl nur gratulieren.
Swetlana Alexijewitschs Thema ist die Erinnerung an die Grauen des Stalinismus und seiner Erben in der Sowjetunion und den Staaten wie Weißrussland unter dieser Knechtschaft. Sie glaubt diesen schlimmen Geist in der Moderne noch nicht überwunden.
Diese literarische Agenda teilt sie mit ihrer Vorgängerin und unserer Hannelore-Greve-Literaturpreisträgerin Herta Müller.
Die hoch gelobte Collage-Technik  erinnert  gleichzeitig an unser  verstorbenes Ehrenmitglied
Walter Kempowski, Verfasser des „Echolot“.
Es ist gut in dieser schnelllebigen Welt mit Literaten wie Swetlana Alexijwitsch, die trotz der sich barriereartig aufhäufenden Krisen in den geschichtlichen Rückspiegel schauen, der Orientierungslosigkeit mit profunden Lebenserfahrungen und Zeitzeugen entgegenzutreten. 
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