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Uwe Friesel

 

Biografie

Uwe Friesel besuchte von 1952 bis 1960 das Bismarck-Gymnasium in Hannover. 1956/57 ermöglichte ihm ein Stipendium einen Aufenthalt in den USA, wo er in San Francisco Schüler an der Lincoln- Highschool war. Von 1961 bis 1965 studierte er Germanistik, Anglistik und Philosophie an der Universität Hamburg, brach dieses Studium jedoch ohne Abschluss ab. 1965 war er Lektor im Hamburger Claassen-Verlag, 1967/68 Hörspieldramaturg beim Norddeutschen Rundfunk, 1970 Chefdramaturg an der Freien Volksbühne in Berlin und 1971 Mitarbeiter des Berliner Grips-Theaters. Von 1972 bis 1978 gab er die Autoren-Edition (AE) im Bertelsmann-Verlag München mit heraus. Zur Zeit ist er Mitherausgeber / Mitautor im „Verlag Expeditionen“, Hamburg.

Uwe Friesel ist seit Anfang der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts freier Autor. Im September 1989 wurde er zum Vorsitzenden des Verbands Deutscher Schriftsteller (VS) gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1994 inne, ab 1991 als Vorsitzender des gesamtdeutschen Verbands.  Während dieser Zeit war er auch mit der Problematik des VS-Beitritts politisch belasteter Mitglieder des Schriftstellerverbandes der DDR konfrontiert. Heute lebt er in Salzwedel, Altmark.

Uwe Friesel ist Verfasser von Romanen, Essays, Kurzgeschichten, Lyrik, Kinderbüchern sowie Hörspielen. In den 80-er Jahren ist er vor allem mit gesellschaftskritischen Kriminalromanen hervorgetreten. Daneben hat er eine Reihe von Werken aus dem Englischen übersetzt.

 

Veröffentlichungen

Werke:
* Linien in die Zeit, Lyrik. Hannover 1963 (zusammen mit Heinz Kiessling)
* Sonnenflecke, Roman. Hamburg 1965
* Der kleine Herr Timm und die Zauberflöte Tirlili, Kinderbuch. Köln 1970 (zusammen mit Józef Wilkoń)
* Die Geschichte von Trummi kaputt. Reinbek 1973 (zusammen mit Volker Ludwig, GRIPS-Theater Berlin)
* Die Christusbringer, Theaterstück. Frankfurt am Main 1974
* Am falschen Ort, Geschichten. München 1978
* Die Liebe liegt tiefer, irgendwo, Stadtschreiberbericht. Hamburg 1980
* Jeden Tag Spaghetti, Jugendroman. Reinbek bei Hamburg 1983
* Lauenburg Connection, Kriminalgeschichten. München 1983
* Sein erster freier Fall, Roman. München 1983 (Neuauflage Hannover 2013)
* Aufrecht flussabwärts, Lyrik. München 1984
* Spiegelverkehrt, Kriminalroman. München 1984
* Das Ewige an Rom oder Vergebliche Versuche, in Berlin zu landen. Geschichten. Hannover 1985
* Im Schatten des Löwen, Roman. München 1987
* Das gelbe Gift, Kriminalroman. München 1988

Herausgeberschaften:
* Noch ist Deutschland nicht verloren, Anthologie unterdrückter deutscher Freiheitslyrik. München 1970. Zuletzt Berlin 1980 (zusammen mit Walter Grab)
* Freizeit, München u.a. 1973 (zusammen mit Uwe Timm)
* Letters from Terra, Reinbek 1977
* Kindheitsgeschichten, Königstein/Taunus 1979 (zusammen mit Hannelies Taschau)
* Das Syndikat, München 1991
* Schreiben aus dem Labyrinth, Göttingen 1995
* Two realities simultaneously, Stockholm 2000 / Hamburg 2019
*… und Bosnien, nicht zu vergessen, Ich hätte dich gern lachen sehen, Die Brücke der Hoffnung. 3 Anthologien. Wuppertal und Tuzlar 2008

Übersetzungen:
* Richard Adams: Das Mädchen auf der Schaukel, München 1981
* Audrey Lilian Barker: Schwarzfahrt und danach, Hamburg 1966
* Fredric Brown: Maicki Astromaus, Köln 1970
* Bernadette Devlin: Irland: Religionskrieg oder Klassenkampf? Reinbek 1969
* Clement Freud: Grimpel. Hamburg 1970 (übersetzt zusammen mit Carola Mendler)
* Ben Jonson: Volpone. Frankfurt am Main 1978
* Edward Lear: Die Geschichte der sieben Familien vom Pippel-Poppel-See. München 1973
* Vladimir Nabokov: Ada oder Das Verlangen. Reinbek 1974. (zusammen mit Dieter E. Zimmer)
* Vladimir Nabokov: Fahles Feuer. Reinbek 1968 (zusammen mit Dieter E. Zimmer)
* Vladimir Nabokov: Sieh doch die Harlekine!. Reinbek 1979
* Gregor von Rezzori: Ein Fremder im Lolitaland, Hildesheim 1993
* Stephen Schneck: Der Nachtportier oder dessen völlig wahre Beichte. Reinbek bei Hamburg 1966
* John Updike: Die Hexen von Eastwick. Reinbek 1985
* John Updike: Spring doch! Reinbek 1990
* John Updike: Der verwaiste Swimmingpool. Reinbek 1987

 

Mitgliedschaften

Uwe Friesel gehört dem PEN-Zentrum der Bundesrepublik Deutschland, dem VS in ver.di und der Hamburger Autorenvereinigung an.

 

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