Karel Trinkewitz

Verstorbenes Mitglied

Gestorben am 14. März 2014

 

Biografie

Karel Trinkewitz wurde am 23. August 1931 in Meceeiz geboren und am 14. März 2014 verstorben. Er erlernte den Beruf eines Porzellandrehers und von 1949 - 1951 lernte er an der Keramischen Technischen Fachschule in Teplice-Senov. Im Jahre 1952 machte er Abitur am dortigen Gymnasium und begann sein Studium an der Juristischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag, von der 1954 jedoch verwiesen wurde. Er übte die verschiedensten Arbeiten aus (Bauarbeiter, Buchhalter, Texter, Graphiker). Ab 1961 arbeitete er als Redakteur in verschiedenen Kulturzeitschriften. Für seine aktive Beteiligung am Prager Frühling wurde er aus dem Journalistenverein ausgeschlossen und zwei Jahre nach der Unterzeichnung der "Charta 77" zur Emigration gezwungen. Karel Trinkewitz lebte zuletzt in Hamburg und in Prag und arbeitete als Zeichner, Verfasser von Collagen, Dichter, Prosaist und Essayist.

Veröffentlichungen

Zunächst gehörte Karel Trinkewitz den Surrealisten an und beschäftigte sich später mit Kalligraphie und Schrift. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre verband er den Einfluss der Kalligraphie in seinen Zeichnungen mit einer bildenden Darstellung von dichterischen Bildern. Seit1965 wirkte er in der Gruppe der um Jit-i Koläi versammelten Experimentalverfasser, in Deutschland nahm er Kontakt zum Kreis von Max Bense auf. Er wurde zum Gründungsmitglied des Klubs der Konkretisten. Seit dem Ende der sechziger Jahre arbeitet er an einer Theorie des Romans und einer Collage. Er beschäftigt sich mit mannigfaltigem literarischen Schaffen, schreibt Prosa, Essay und Gedichte, illustriert, zeichnet und widmet sich der poli-tischen Karikatur. Seit den siebziger Jahren entwickelt er verschiedene Arten der Collage, in denen sowohl genaue Ordnung als auch Zufall zur Geltung gebracht werden. Seit 1965 nimmt Karl Trinkewitz an vielen bedeutsamen Ausstellungen der visuellen und konkreten Poesie teil (z.B. in Amsterdam, Zürich, Münster, Hannover, Cambridge, Saarbrücken, Mainz, Barcelona). Er veranstaltete auch eine ganze Reihe von selbstständigen Ausstellungen in Essen, Hamburg, Antwerpen, Oldenburg, Elmchorn, Hamilton und Prag und nahm an vielen Kollektivausstellungen u.a. in Wien, Oslo, New York und Köln teil. Karel Trinkewitz war auch in den folgenden Sammlungen vertreten: Literaturhaus Hamburg, Oberpostdirektion Hamburg, Archive for contacte Art, Miami Beach, Technisches Museum Prag, Stedelijk Museum, Amsterdam, Stiftung Max Bense, Stuttgart, etc.