Ina Graffius

Verstorbenes Mitglied

 

Biografie

Ina Graffius wurde am 19.11.1901 in Elbing/Westpreußen als Ilse Schackwitz geboren. Nach dem Besuch des Städtischen Lyzeums und dem Studium der Musik in Leipzig machte Ina Graffius eine Ausbildung zur Opernsängerin. Sie heiratete 1924 Dr. Alfred Graffius in Elbing und wurde Mutter von drei Kindern. 6 Jahre war sie in Meidasch/Rumänien und dort als Sängerin in Kirchen und Konzerten tätig. Nach der Umsiedlung nach Königsberg 1930 nahm Ina Graffius ein neues Studium bei Professor Dr. Joseph Maria Müller-Blattau (Musikwissenschaften) und Generalmusikdirektor Wilhelm Franz Reuß auf. Nach dem Zusammenbruch floh sie nach Geißlingen und machte im Südfunk Stuttgart Liedersendungen (finnische Lieder). Nach der Heimkehr des Ehemannes aus dem Krieg 1949 erfolgte eine erneute Umsiedlung. In Hamburg arbeitete Ina Graffius an der Universität und machte dort Sendungen, Musikvorträge und gab Gesangsunterricht. Im Rahmen des musischen Abendseminars 1955-1965 gab es 76 Reisen zum Studium "des Liedes der Völker", z.B. nach Finnland (Einladung von Jan Sibelius, und Rundfunksendung in Helsinki), Persien, 6 x Sowjet - Central - Asien, zu den Eskimos nach Grönland und Canada, Indianerbesuche in Nord-Canada usw. 1956 erfolgte die Gründung des "Internationalen Seminars für das Volkslied". Als Dozentin war Ina Graffius an der Volkshochschule von Rendsburg und Flensburg seit 1974 tätig und hielt regelmäßig Kulturvorträge über Sowjet-Central-Asien, Das Leben der Berber, Rumänien und seine Menschen, Sibirien gestern, heute und morgen, Frauen in Rumänien, Weihnachtslieder und Weihnachtsbräuche aus aller Welt, Mit dem Bus ins Heilige Land, u.a.
Ina Graffius lebte zuletzt in Norderstedt bei Hamburg und war noch trotz ihres hohen Alters aktiv tätig. Sie wurde geehrt mit der "Commeniusplakette", Prag (1958), der "Silbernen Nadel des "LTM " (1968) und dem "Kulturpreis von Westpreußen" (1971).