Heidrun Schaller

Aktives Mitglied

 

Biografie

Heidrun Schaller wurde 1943 in Eckernförde geboren und 1946 in die Sowjetunion verschleppt. 1953 kam sie nach Ost-Berlin und flüchtete 1954 in den Westen. Sie arbeitete als Dekorateurin, Erzieherin und Diplom Sozialpädagogin. Seit ca. 20 Jahren ist Heidrun Schaller schriftstellerisch tätig und veranstaltet kreative Schreibseminare an Volkshochschulen, Bibliotheken und in Schulen. Landes- und bundesweit ist sie aktives Mitglied beim "Freien Deutschen Autorenverband". Heidrun Schaller ist geschieden und hat einen Sohn.

Sonstige Aktivitäten

Artikel über Heidrun Schallers Reise mit einem Filmteam nach Russland:

https://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/heidrun-schaller-auf-spurensuche-im-russland-ihrer-kindheit-id26239347.html

 

Veröffentlichungen

"Wachstum geht nicht ohne Schmerzen" (1989), " Birkengrüner Wind" (1991) "Ablagerungen des Regenbogens" (1992), " Pantha rhei" (1994), " Chaos huscht durch die Perfektion" (1995), " Kinder stark machen gegen die Sucht" (1997) sowie zahllose Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien und Kooperationsprojekte mit Malerinnen und Musikern. Herausgabe der Zeitschrift "Hamburger Literarische Blätter"

Nach: „ …und immer wieder der Mensch…“Bilder und Gediche elbaol Verlag ISBN 978-3-939771-66-1

„ ein unbeugsames Blatt im Wind der Zeit“ Miniaturen in Prosa 116 Seiten isbn  9783- 939771-72-2  im elbaol Verlag

„ Solostimme auf gebrauchtem Papier“ Heidrun Schaller Gedichte, elbaol Verlag  ISBN 978-3-939771-77-7

Er ist DA – der 3. Band meines Spätwerkes.

Nach: „ …und immer wieder der Mensch…“Bilder und Gediche elbaol Verlag ISBN 978-3-939771-66-1  11,99€

und „ ein unbeugsames Blatt im Wind der Zeit“Mminiaturen in Prosa 116 Seiten isbn  9783- 939771-72-2   10.99 € im elbaol Verlag

NEU  diesmal 250 Seiten prall mit Lyrik aus 30 Jahren gefüllt. In 4 Kapiteln mit Übershriften ( „Ich pfeife ein Kornblumenlied dem Alltag ins Ohr“; „Hinausgehen in das grüngrüne Wuchern, Jahreszeitliche Naturpoesie“; „Ich streue den Zorn meiner Trauer( über politisches und meschliches in unserer – meiner – Zeit) und „ Altweiberübermütigkeiten“) und 4 von mir gemalten Bildern untergliedert.

Bestellbar in jeder Buchhhandlung oder bei Amazon – Bücher unter:

„ Solostimme auf gebrauchtem Papier“ Heidrun Schaller Gedichte

elbaol Verlag  ISBN 978-3-939771-77-7

Schreiben ist für mich der Weg (neben der Musik) mein Leben zu bestehen- wie ich, wie die Welt um mich herum lebenswert bleiben kann, denn in meinen Texten wird meine individuelle Erfahrung, meine Reflexion von Welt, allgemein erfahrbar wiedergegeben.

„Was sagen diese Gedichte mir?“

Das wünsche ich mir, daß meine LeserInnen sich DAS fragen! Daß, sie sich anrühren, inspiriere und zum Nachdenken anregen lassen. In Sophokles „Antigone“ sagt diese:“nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.“ Und DAS ist auch meine Mission. ( Klappentext – Heidrun Schaller)

elbaol verlag hamburg: Zeitgenössische Lyrik für Kenner

Nun ist die Trilogie komplett: Der dritte Band mit ausgewählten Werken aus dem Schaffen der Autorin und Malerin Heidrun Schaller ist erschienen: „Solostimme auf gebrauchtem Papier – Gedichte“

Band 1 mit dem Titel „… und immer wieder der Mensch …“ dokumentierte mit 29 Bildern und 29 Gedichten eine Ausstellung mit Malerei und Lyrik, die 2018 an zwei Orten an der Nordseeküste zu sehen war. Dazu die Künstlerin: „Mir sind die Bedeutungen, die der Farbe Rot beigemessen werden können, immer beim kreativen Tun gegenwärtig … auch fehlendes Rot ist eine Aussage …“

Band 2 mit dem Titel „Ein unbeugsames Blatt im Wind der Zeit – Miniaturen in Prosa“ kommentierte die Autorin so: „Alltägliche, oft nichtige, flüchtige Beobachtungen sind mir immer wieder Anstöße zum Nachdenken und Niederschreiben in prosaisch-lyrischer Kurzform.

So ist ein Kaleidoskop von meistens fröhlichen, oft aber auch tiefsinnigeren, manchmal sogar philosophischen, Geschichten entstanden, die sich in diesem Band versammelt haben um oft muschelgrüne Alltagsstille, mal laut mal leise zu beleben, ja vielleicht auch den Sternen eine Nachtgeschichte ins All zu entsenden.“ Acht Gemälde der Autorin illustrieren auch diesen Band.

Band 3 nun, „Solostimme auf gebrauchtem Papier“, versammelt eine Auswahl von weit über 200 Gedichten, die in vier Zyklen Lebensbilder, Zeitkritik und Naturbetrachtungen der Autorin widerspiegeln: „Schreiben ist für mich der Weg (neben dem Malen), mein Leben zu bestehen, wie ich, wie die Welt um mich herum lebenswert bleiben kann, denn in meinen Texten wird meine individuelle Erfahrung, Reflexion von Welt, allgemein erfahrbar wiedergegeben.

Was sagt dieses Gedicht mir? – DAS wünsche ich mir, dass das meine Leser und Leserinnen sich fragen. Dass sie sich anrühren, inspirieren und zum Nachdenken anregen lassen. In Sophokles‘ ‚Antigone‘ sagt diese: ‚Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da.‘ Und DAS ist auch meine Mission.“ Die Zyklen werden jeweils von einer künstlerischen Illustration von Heidrun Schaller eingeleitet.

Die Autorin und Künstlerin ist 1943 in Eckernförde geboren, von 1946 – 1953 lebte sie in der Sowjetunion bei Leningrad, zog 1953 nach Ost-Berlin (DDR); 1954 Flucht in den Westen. Seit über 40 Jahren schreibt sie intensiv und hat – neben vier Einzelpublikationen in renommierten Verlagen – in zahlreichen Anthologien und Fachzeitschriften veröffentlicht.

Außerdem veranstaltet sie kreative Schreibwerkstätten an Volkshochschulen, in Bibliotheken und Schulen. Sie ist ferner Trägerin einiger Literaturpreise und Mitglied in verschiedenen Autorenverbänden. Seit 2007 – inzwischen als Malerin mit eigenem Atelier in Glückstadt niedergelassen – mehrere Ausstellungen.

Die Bücher über das vielfältige Werk der vielseitigen Dichterin und Malerin sind erschienen im elbaol verlag hamburg, überall im stationären Buchhandel bestellbar und im Online-Buchhandel erhältlich:

… und immer wieder der Mensch …
Bilder und Gedichte
ISBN 978-3-939771 – 66-1
72 Seiten, 29 künstlerische Farbillustrationen
EUR 11,99

Ein unbeugsames Blatt im Wind der Zeit
Miniaturen in Prosa
ISBN 978-3-939771-72-2
116 Seiten, 8 künstlerische Farbillustrationen
EUR 10,99

Solostimme auf gebrauchtem Papier
Gedichte
ISBN 978-3-939771-77-7
260 Seiten, 4 künstlerische Farbillustrationen
EUR 11,99

© Heidrun Schaller

© Heidrun Schaller

Ehrungen und Preise

Heidrun Schaller ist eine der Preisträgerinnnen  des Hildesheimer Lyrik-Wettbewerbs 2009 und mit 2 Gedichten als große Banner -LESEZEICHEN (von 25 ausgewählten aus 2200 TeilnehmerInnen) im öffentlichen Raum vertreten.

Mitgliedschaften

Literatur lebendig halten!

Eine Aktion der Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung anlässlich der Corona-Pandemie 2020

FRIEDENS ELEGIE

Der FRIEDEN ist bei der Überwindung des Kalten Krieges in aller Unschuld erfroren-

Der FRIEDEN ist de Zensur zum Opfer gefallen-

Der FRIEDEN wurde als uninteressant aus den täglichen TV-Nachrichten geschnitten-

Dem FRIEDEN wurden die Zähne eingeschlagen, nun ist er stumm-

Der FRIEDEN ist verbrannt im Feuer des Hasses, schwarz, verkohlt, sättigt er keine

Hoffnung mehr-

Der FRIEDEN hat sein – F – kampflos dem F-eind überlassen-

Der FRIEDEN schickt die Taube aus, sie endet mit ölverklebtem Gefieder zwischen

bauchoben schwimmenden Fischen-

Der FRIEDEN findet kein Asyl, da er in allen Ländern verfolgt wird-

Der FRIEDEN ist nichts als eine Fälschung-

Ein Traum nur noch vom FRIEDEN; mit einem Stacheldrahtkranz im blutüberströmten Haar, tippt er auf einem PC seinen Nachruf für den „ Buchherbst“ 1993 – postum läßt sich sein Schicksal bestens vermarkten, doch seine Erben  - MIR, PEACE und SHALOM – sind auch schon alle verstorben;

So kann es geschehen, daß der KRIEG sich vom FRIEDENSGELD neue Kanonen kauft-

KASSANDRA

Kassandra, dieser Name steht für unheilvolle, doch vorhergesehene, Prophezeiungen, die niemand hören will – steht für eine junge Frau, die vom nahenden Untergang der Trojaner wußte und versuchte den Trojern das zu vermitteln, damit diese Vorsorge treffen oder flüchten konnten – doch, man hat sie ausgegrenzt, verflucht, gescholten und zum Schluß sogar ermordet um nicht hören zu müssen.

Heute ist das Wort“ Kassandrarufer“ in aller Munde – den Umweltschützern, den Grünen, Greenpeace, Robin Wood… – sie alle warnen vor dem Raubbau an der Natur, an den Ressourcen der Erde, den Folgen des Klimawandels... Wie damals die Trojer, wollen wir das nicht hören, würde es doch bedeuten, liebgewonnene Bequemlichkeiten, finanzielle Einnahmen, Urlaube in weiten Fernen, behagliche „ Blusenwärme“ im Winter, aufzugeben, sich einzuschränken. Da lassen wir doch lieber alles beim Alten und stecken den Kopf in den Sand, lassen uns weiterhin von Politikern und Medien für Dumm verkaufen und „ prügeln“ lieber auf die Kassandrarufer ein, die uns unsere „ heile Welt“ zerstören wollen. Und so werden wir wie die Trojaner, sehenden Auges in unser Unglück rennen, das spätstens unsere Enkel mit aller Macht treffen wird.

„ Hinter uns die Sintflut“, das ist unsere Devise.

 

Heidrun Schaller

 

Drahtworte wehen

Fieber über den Fluß

Steine atmen Lichtspur

spannen Feuer

gehärtet der Block

schwebt

beschädigte Angst

im Wiegenlied

des Morgens

 

 

 

eingesperrt

in Zwischenwelten

nichts als Stein-Worte

wie Drachen

echt

Meißner Porzellan

zerbrechlich

schaurig schönes

Gefabel

Strohfeuer

das brückt nicht

von Mensch zu Mensch

Lufttreppen

siebenfach gehärtet

kompliziert gestrickter

eisenkalter Brief

unter dem Schnee

ein Rinnen Fließen

ein kleiner Engel

würgt

sich ans Licht

zu tanzen

auf der Strohbrücke

des Morgens

 

 

 

Wortformeln

ritualisieren

das Gerede

gestern heute

die Zweifel

an den Gesten

nächtens

Visionär

ins Spiel gebracht

Asche an der Wand

Menetekel

festgehaltener Hauch

schweigend

verloren die Krone

bestätigt

daß der nächste Zug

müde

aber nicht matt

Lust

auf Leben hat

 

 

 

in die Wasser

der Schöpfung

ohne Flügel

sich stürzen

im Moment

das Zweimaldrei

singen

gefangen im

Kleinkarierten

gegen den Spiegel

grimassieren

bis die Stimmen

herausscherben

Stunde um Stunde

weinen

in die Wüste ein

Grün

 

 

 

im Fallen

der Seele erzählen

vom Fremdsein

ruhelos

in der Wirklichkeit

jetzt

in der Stunde der Sterne

entdecken die Lust

ohne Auftrag

die Welt zu verändern

bergauf zu fließen

dieses höchst merkwürdige

Versteckspiel

hinter alten Rosen

überleben

Spuren im Spiegel

der Vernunft

geheimnisvoll

Kälte spüren

jeder Tag

unter der Haut

der harte Fels

ein gutes Mädchen

Flucht

zu den Hexen

baden gehen

das falsche Federkleid

in Fetzen

Erneuerung

leicht

Wendezeit

ein unveröffentlichter

Zauber

aus der Vergangenheit

ruft

aufstehen

den Apfel pflücken

keine Kunst

zählt die Schuld

kein Unheil folgt

nie wieder…

 

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