Foto: Murok Marci Fotografie

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Susanna M. Farkas

Aktives Mitglied

 

Biografie

Susanna M. Farkas ist gebürtige Ungarin. Aufgewachsen ist sie in der ehemaligen DDR, ihr Abitur machte sie in Budapest ihr Philosophiestudium in Hamburg.

Im Alter von 26 Jahren schrieb sie ihr erstes Buch mit dem Titel „Das dunkle Labyrinth der Seele“, das in Ungarn veröffentlicht wurde. Wenige Jahre später kam dann das Buch „Sei einfach und du wirst“ . Mit ihrem dritten Buch „Heimgeschichten -alt und im Abseits -“ gewährt sie dem Leser einen Einblick in eine Welt, die sie seit mehreren Jahren als Sängerin fast täglich besucht. Es ist die Welt der alten Menschen. Der alten Menschen, die die letzten Tage ihres Lebens einsam und wartend in einem Heim verbringen müssen.

Mit dem Buch „Heimgeschichten-alt und im Abseits“ kommt Susanna M. Farkas ihrem Ziel, andere Menschen auf Zustände, die so nicht sein dürften, aufmerksam zu machen, sehr nahe. Dieses Buch ist aber nicht nur ein Einblick in die trostlose Welt der abgelaufenen Leben sondern auch einer in die Gedankenwelt eines Menschen, der nie aufhören wird laut zu fragen und zu kämpfen.

Susanna M. Farkas im Web: www.susanna-m-farkas.de

Veröffentlichungen

„A lélek sötét labirintusa“ (Das dunkle Labyrinth der Seele), 1998 Budapest, Közlöny és Lapkiadó

„Sei einfach und Du wirst“, Verlag 3.0, 2013

„Heimgeschichten-alt und im Abseits, Gespräche mit alten Menschen“, Verlag3.0, 2017

Mitgliedschaften

Literatur lebendig halten!

Eine Aktion der Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung anlässlich der Corona-Pandemie 2020

 

Das ich nicht lache!

Ich verstand schon vor der Corona-Krise vieles nicht. Keine Frage.

Doch nun, da wir mitten in einer Verwandlung stecken, verstehe ich fast gar nichts.

Das die Menschen ganz offensichtlich den Unterschied zwischen Brot und Klopapier nicht mehr ganz klar kennen, ist nur eine Sache. Von vielen.

Das viele angeblich kluge Menschen plötzlich Vergleiche ziehen, die nicht stimmen, ist auch nur eine Sache. Von vielen.

Doch was mir die Nacht geraubt hat, ist die Frage danach, warum in einem deutschen Altenheim 79 infizierte alte Menschen nicht ins Krankenhaus gebracht werden? Weil sie nur leichte Anzeichen haben? Das kann nicht sein, denn sie sterben. Einer nach dem anderen. Warum lässt man sie im Heim still und leise verrecken? In Deutschland? Warum? Warum behauptet man, unser Gesundheitssystem sei so gut? Ist es wirklich so gut oder scheint es nur so toll, weil bestimmte Menschen, nämlich alte Menschen aus ihren Zuchthäusern, genannt Heim, gar nicht erst ins Krankenhaus gebracht werden? Unsere Ärzte sollen nicht in die schreckliche Lage gebracht werden, entscheiden zu müssen, wen sie retten und wen nicht. Wahrlich, unsere Ärzte müssen wirklich nicht entscheiden, denn über die, über die sie entscheiden müssten, wurde schon längst entscheiden. Man lässt sie krepieren. Jenseits der Krankenhaustore. Wo sonst!

Hauptsache, wir können, heldenhaft und aufopferungsvoll, wie wir hier in Deutschland sind, aus dem Ausland kranke und junge Menschen einfliegen, denen wir gutmütig helfen und wofür uns, den Deutschen, dann recht herzlich gedankt wird. Das ist alles. Die so innig ersehnte neue, von jeglicher Last der Vergangenheit ferne Sichtweise auf die Deutschen wird nicht eintreten.

Wenn man schon alte Menschen, dank unseres fabelhaften Gesundheitssystems zum Siechtum zwingen kann und auch zwingt, dann ist es unter aller Würde, dass man diesen dann, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, eiskalt den Rücken zudreht und sie wegwirft wie ein Stück Dreck!

Und dann blablabieren viele von den schönen, uns vielleicht zum Menschen werdenden und formenden Chancen, die uns diese Krise schenkt!

Das ich nicht lache!

Susanna M. Farkas

 

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