François Maher Presley

François Maher Presley

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Biografie

François Maher Presley ist „ein gebürtiger Araber, der seine Kindheitsjahre in Syrien verbrachte.“ Ab seinem sechsten Lebensjahr lebte er in Hamburg. Am 8. Mai 1980 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft. Von 1979 bis 1981 schloss er eine kaufmännische Ausbildung ab, arbeitete einige Jahre, bevor er ein Studium mit einem Stipendium der Hochbegabtenförderung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit absolvierte.

Bis 2017 wurden Texte von François Maher Presley in bald 60 Büchern, in fünf Sprachen, hauptsächlich Belletristik und Lyrik, aber auch Sachbücher veröffentlicht. Die Novellen LolaBlutrot paspatiert und Die Späherin wurden von Dezső Tandori ins Ungarische übersetzt. Ein Schwerpunkt seines Schaffens bildet die Reiseliteratur, die er vielfach mit eigenen Fotos illustriert.

Einige seiner Veröffentlichungen oder Herausgeberschaften beschäftigen sich mit dem Leben und Werk von Georg Philipp Telemann und Barthold Hinrich Brockes. Presley war von April 1996 bis April 2002 der 1. Vorsitzende der Hamburger Telemann Gesellschaft. Im November 2013 wurde er zum Vorstandsmitglied der Telemann-Stiftung berufen.

Er gab auch Schriften aus dem Nachlass des russisch-israelischen Musikpädagogen Michael Goldstein heraus.

Seine Novellen und lyrischen Arbeiten wurden u. a. von Michael Haller (Denkspiele), Bernhard G. Lehmann (Werktagebuch: Frühe Dichtung und Prosa und Mallorca – Wirklichkeit oder Traum) oder Winfried Wolk (Erwachen – Assoziationen auf Lanzarote) illustriert. Zudem war sein Leben Gegenstand unterschiedlicher Werke (z. B. seitens Gertraud Wendlandt (Bildhauerin), Ane Königsbaum (Fotografin), Rinaldo Hopf (Popart Künstler), Winfried Wolk (Maler und Grafiker) oder Otto Quirin (Maler)). Gemeinschaftsproduktionen gab es u. a. mit der Bildhauerin Iris Rousseau und dem Maler Petr Wiesner (Liebesgedichte) oder dem Maler und Grafiker Willibrord Haas (Tomas – Aus dem Leben eines Callboys).

Presley veranstaltete etwa 120 Kunstausstellungen, wobei er sich von Januar 1990 bis Dezember 1999 als Leiter von Kultur aktuell – Verein zur Förderung des kulturellen Lebens in Hamburg e.V. besonders der norddeutschen Kunstszene widmete und von 1999 bis 2005 das Forum Alstertal, ein Wohnprojekt mit Kultur- und Veranstaltungszentrum im Norden Hamburgs, realisierte.

2005 verließ Presley Deutschland und zog nach Marrakesch in Marokko. Seit 2007 bereist er weite Teile der Welt. Viele dieser Reisen hat er u. a. in der vielbändigen Reihe Andere Länder und Kulturen beschrieben.

Während eines mehrmonatigen Aufenthaltes im Jahr 2016 in Waldheim (Mittelsachsen), kam er mit der dortigen Justizvollzugsanstalt Waldheim, der Justizvollzugsanstalt Zeithain und der Justizvollzugsanstalt Dresden in Kontakt sowie mit den Resozialisierungsmaßnahmen im Strafvollzug. Einige seiner Publikationen beschäftigen sich auch mit diesem Themenkreis ausführlich, darunter der herausgegebene Band Resozialisierung durch Kunst und Kultur. Entwicklungen im Strafvollzug, in dem neben einer Reihe interdisziplinärer Texte verschiedener Autoren und Interviews mit Mördern zum Thema, auch zahlreiche bildnerische Beispiele gezeigt werden. Die zu diesem Buch begleitende Ausstellung wurde in Dresden, Mittweida und Waldheim gezeigt, wo sie zuletzt über die vom Autor initiierte Kulturstiftung eine eigene Ausstellungsgalerie erhält, um so als Ganzes interessiertem Publikum und der Stadt Waldheim zur Verfügung zu stehen. Ebenso schrieb er zwei Bücher über die Kleinstadt in Mittelsachsen, der er verschiedene Fördermaßnahmen seiner Stiftung widmete.

Als Philanthrop und Initiator der François Maher Presley Stiftung für Kunst und Kultur, deren Vorstandsvorsitzender er ist, widmet er sich unter anderem der Vermittlung kultureller Werte an Kinder und Jugendliche.