Kempowski Literaturpreis

Der Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung wird an deutschsprachige Autorinnen/Autoren für einen bisher unveröffentlichten Prosa-Text in Form einer Kurzgeschichte vergeben.
Der erstmalig im Jahre 2005 von der Hannelore und Helmut Greve Stiftung für Kultur und Wissenschaft gestiftete Preis war ursprünglich mit 5.000 € dotiert.
Ab 2007 wurde der Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung, mit Zustimmung des inzwischen verstorbenen Autors, in
Walter-Kempowski-Literaturpreis – Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung umbenannt.
Außerdem wurde das Preisgeld auf € 10.000 (1. Preis 6.000 €, 2. Preis 2.500 €, 3. Preis 1.500 €) erhöht.


Ausschreibung

für den Walter-Kempowski-Literaturpreis 2017
Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung
 (HAV-Literaturpreis)

Die Hamburger Autorenvereinigung (HAV) schreibt erneut einen Kurzgeschichten-Wettbewerb mit einem bisher unveröffentlichten Prosa-Text aus. Der Wettbewerb ist offen für Autorinnen und Autoren der Jahrgänge ab 1964, die in deutscher Sprache schreiben. Einsendeschluss ist der

28. Februar 2017

Der Preis ist dotiert mit:

  1. Preis: 6.000 €,
2. Preis: 2.500 €,
3. Preis: 1.500 €

Die Einsendung zum Wettbewerb bedeutet das Einverständnis, die durch die Hauptjury ausgewählten besten drei Geschichten im Rahmen einer Veranstaltung der Hamburger Autorenvereinigung im Oktober 2015 öffentlich zu lesen. Die versammelten Mitglieder der HAV wählen die Reihenfolge der Preisträger bei dieser Veranstaltung aus. Die HAV behält sich vor, die von einer Vorjury der Hauptjury vorgelegten besten Wettbewerbstexte als Anthologie zu präsentieren. Die Einsendung zum Wettbewerb gilt als Einverständnis zur Veröffentlichung.
 Das Thema für den Wettbewerb des Jahres 2017 wird im Herbst 2016 bekannt gegeben.

Der Umfang der Texte mit der Schriftart Courier New darf höchstens 5 DIN-A4 Seiten mit je 30 Zeilen á 60 Anschlägen (pro Seite 1.800 Zeichen inkl. Leerzeichen, kein Blocksatz) betragen. Längere oder handschriftliche Texte werden nicht berücksichtigt. Es muss sich um eine geschlossene literarische Erzählung handeln (keine Berichte, Reportagen, Essays u. ä.). Das Manuskript muss kopierfähig sein, d. h. es darf nicht geknickt, geheftet, gefalzt oder sonst wie verbunden sein.

Jeder Einsender kann nur einen unveröffentlichten Text für den Wettbewerb einreichen. Mehrere Zusendungen werden gesamt nicht gewertet.
Unveröffentlicht heißt, bis zum Abschluss der Auswahl durch die Hauptjury, die auf der Internetseite der HAV bekanntgegeben wird, voraussichtlich im August 2017.

Um die Anonymität des Bewerbungsverfahrens zu garantieren, müssen auf einer Extraseite die Adresse, Telefonnummer und, soweit vorhanden, die E-Mail-Adresse sowie kurze biografische Daten (höchstens 12 Zeilen) angegeben werden. Dieser Seite liegt das Manuskript, auf dem weder der Verfassername noch sonstige Hinweise auf den Urheber stehen dürfen, lose bei. Beides wird zusammen in einem Umschlag eingesandt, auf dem neben der Adresse der Hinweis Literaturwettbewerb enthalten sein muss. Ein Kennwort ist nicht erforderlich.

Aus organisatorischen Gründen werden Eingangsbestätigungen nicht erteilt. Das gilt auch dann, wenn eine an sich selbst adressierte frankierte Postkarte beigelegt wurde.

Einsendungen, die den vorstehenden Kriterien nicht entsprechen, werden nicht berücksichtigt. Aus arbeitstechnischen Gründen bitten wir von Rückfragen abzusehen.

Über die Juryentscheidung werden die von der Hauptjury benannten drei Autoren/Autorinnen voraussichtlich im August 2017 informiert. Zuvor werden nur die von der Vorjury für die Hauptjury auswählten Kandidaten benachrichtigt (voraussichtlich Ende Juni 2017). Weitere Bekanntmachungen über unsere Internetseite hinaus sind nicht möglich. Auf Begründungen der Entscheidung besteht in keinem Fall Anspruch. Ebenfalls nicht auf Rücksendung der eingereichten Manuskripte nach Abschluss des Wettbewerbs.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und wünschen Ihnen viel Erfolg. Ihre Zusendung richten Sie bitte bis spätestens zum 28. Februar 2017 (Poststempel) mit dem Kennwort Literaturwettbewerb an folgende Anschrift:

Hamburger Autorenvereinigung
c/o  Peggy Berndsen, Klausstr. 16, 22765 Hamburg


2015

Nasanin Kamini, die gerade ihr Medizinstudium abgeschlossen hat, hat eine dichte Kurzgeschichte geschrieben, die die Problematik einer jungen, zwischen zwei Kulturen (Iran und Deutschland) lebenden Frau eindringlich beschreibt.

Jahr 2015

Die Gewinnerinnen des Walter Kempowski Förderpreises der Hamburger Autorenvereinigung im Jahr 2015 sind:

1. Platz: Nasanin Kamani aus Köln mit “Nur eine Minute”

2. Platz: Jutta Lange aus Pinneberg  mit “Elies’ Weg”

3. Platz: Julia Walter aus Berlin mit “So warm, so weich”

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2013

Platz 1 und 6000 €:
Jürgen Helm

aus Halle, Jahrgang 1962,
mit dem Beitrag
Hiob 2013

Platz 2 und 2500 €:
Florian Gmeiner

aus Ansbach, Jahrgang 1982,
mit dem Beitrag
Der Concierge

Platz 3 und 1500 €:
Heike Hartmann-Heesch

aus Hamburg, Jahrgang 1969,
mit dem Beitrag
Der Mann, der mich liebt

Walter Kempowski Literaturpreis 2013 geht an Jürgen Helm aus Halle

Das entschied die Mitgliederversammlung der Hamburger Autorenvereinigung auf einer Feierstunde am 14. November 2013. Der Kempowski-Preis ist ein Wettbewerbspreis und mit insgesamt 10.000€ dotiert. Aus 753 anonymisierten Einsendungen aus dem deutschsprachigem Raum zum diesjährigen Thema “Besser geht’s nicht” suchte eine Jury drei Beiträge aus, über deren Platzierung die Mitglieder der HAV abstimmten, nachdem zuvor die drei Siegertitel verlesen worden waren.

Handlung des Siegertitels:
Im Siegertitel geht es um eine junge Frau, die durch eine Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Der Vater der Frau ist auf der Heimfahrt vom Krankenhaus. Seine Gedanken kreisen um den Organspendeausweis, den seine Tochter vor einem Jahr ausgefüllt hatte.

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2011

Platz 1 und 6000 €:
Marlene Bach

aus Heidelberg, Jahrgang 1961,
mit dem Beitrag
Der Herbstsohn.

Platz 2 und 2500 €:
Heinz Helle

aus Biel/Bienne, Schweiz, Jahrgang 1978,
mit dem Beitrag
Wir.

Platz 3 und 1500 €:
André Ritter

aus Roggentin, Jahrgang 1979,
mit dem Beitrag
Musik der Unschuld.

Walter Kempowski Literaturpreis 2011 geht an Marlene Bach aus Heidelberg

Das entschied die Mitgliederversammlung der Hamburger Autorenvereinigung auf einer Feierstunde am 27. Oktober 2011. Der Kempowski-Preis ist ein Wettbewerbspreis und mit insgesamt 10.000€ dotiert. Aus 662 anonymisierten Einsendungen aus dem deutschsprachigem Raum zum diesjährigen Thema “Familie” suchte eine Jury drei Beiträge aus, über deren Platzierung die Mitglieder der HAV abstimmten, nachdem zuvor die drei Siegertitel verlesen worden waren.

Handlung des Siegertitels:
Der Siegerbeitrag beschreibt eine Frau, die im Pflegeheim auf ihren Sohn wartet. Sie erinnert sich an ihr Leben, an ihre Ehe, die unglücklich verlaufenen Schwangerschaften und schließlich doch noch den Sohn, der in einem Herbst geboren wurde. Im Zurückschauen verschwimmen Wahrheit und Fiktion.

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2009

Platz 1 und 6000 €:
Martin Beyer

aus Bamberg, Jahrgang 1976,
mit dem Beitrag
Der Mond ist immer schön.

Platz 2 und 2500 €:
Johanna Heinz

aus Bonn, Jahrgang 1985,
mit dem Beitrag
Das Foto.

Platz 3 und 1500 €:
Ella Marouche

aus Hamburg, Jahrgang 1971,
mit dem Beitrag
Glücklich ist, wer vergisst.

Walter Kempowski Literaturpreis 2009 geht an Martin Beyer aus Bamberg

Das entschied die Mitgliederversammlung der Hamburger Autorenvereinigung auf einer Feierstunde am 24. September 2009.
Der Kempowski-Preis ist ein Wettbewerbspreis und mit insgesamt 10.000€ dotiert. Aus 530 anonymisierten Einsendungen aus dem deutschsprachigem Raum zum diesjährigen Thema “Versuchung” sucht eine Jury drei Beiträge aus, über welche die Mitglieder der HAV nach Vortrag hinsichtlich der Platzierung abstimmen.

Handlung des Siegertitels:
Der Siegerbeitrag beschreibt das Schicksal eines Gefangenen unter der Militärdiktatur Chiles nach dem Aufstand gegen Allende. Wegen seiner persönlichen Ausstrahlung soll er mit den Bewachern kollaborieren und als Lohn wird ihm die spätere Freilassung versprochen. Er wiedersteht dieser Versuchung und wird später verhaftet. Im Stadion, in dem sich alle Gefangenen aufhalten, stimmt er das politische Kampflied “Venceremos” an. Die Gefangenen singen sofort mit und der anführende Offizier erschießt ihn eigenhändig. Der Sterbende betrachtet den Mond…

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2007

1. Preis:
Susanne Jabs Gröner (41)

aus Baden-Württemberg mit ihrer Kurzgeschichte
Der Löwenwagen.

2. Preis:
Cornelia Gellrich (27)

aus Berlin mit
Besuch bei der Großmutter.

3. Preis:
Jana Franke-Frey (38)

aus der Uckermark mit
Gute Nacht-Geschichte für Anna.

Walter Kempowski Literaturpreis 2007 geht an Susanne Jabs Gröner aus Baden-Württemberg

Mit 1.144 Einsendungen bestand erneut ein großes Interesse an dem Förderpreis der Hamburger Autorenvereinigung. Die Mitglieder der Vorjury, Jutta Heinrich, Inge Kauffmann, Dr. Annegret Witt-Barthel und Rose-Marie Dunst haben daraus 32 Arbeiten ausgewählt und der Hauptjury vorgelegt haben. Am 10.09.2007 hat die Hauptjury, bestehend aus dem Vorstand der Hamburger Autorenvereinigung, mit Ausnahme des 1. Vorsitzenden, die ersten drei Preisträger ermittelt.
Die Vergabe der Plätze eins bis drei, durch die anwesenden 53 Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung und die Preisverleihung fanden am 16. Oktober 2007 in festlichem Rahmen statt.

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2005

1. Preis:
Kirsten Kühlke, (40)

aus Rüsselsheim mit ihrer Kurzgeschichte
Zunächst mal den Winter abwarten.

2. Preis:
Christopher Weber, (20)

aus Leipzig mit
Blaugrau.

3. Preis:
Jane Larsen, (50)

aus Berlin mit
Neue Welten nebenan.

Walter Kempowski Literaturpreis 2005 geht an Kirsten Kühlke aus Rüsselsheim

Für den Förderpreis 2005 hat das Wohnungsunternehmen SAGA GWG einen Sonderpreis von 300 € gestiftet.
Insgesamt 1.245 Personen haben sich an unserem erstmalig ausgeschriebenen Förderpreis beteiligt. Den Mitgliedern der Vorjury, Rose-Marie Dunst, Reimer Eilers, Jutta Heinrich, Isolde Paschen von Bülow,  Annegret Witt-Barthel, gilt der besondere Dank für die umfangreiche Arbeit, die sie zu leisten hatten.
Am 27.09.2005 hat die Hauptjury, bestehend aus dem Vorstand der Hamburger Autorenvereinigung, mit Ausnahme des 1. Vorsitzenden, die ersten drei Preisträger ermittelt.
Die feierliche Preisverleihung und die Auswahl der Plätze eins bis drei fand am 17. Oktober 2005 im Rahmen einer Mitgliederversammlung statt.
Der Sonderpreis der SAGA GWG ging an: Jürgen Hutschalik, Nusse.

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