ABGESAGT! Identitäts- und Heimatsuche: Peter García und Rüdiger Stüwe lesen aus ihren Romanen

Wann:
15. Mai 2020 um 19:00
2020-05-15T19:00:00+02:00
2020-05-15T19:15:00+02:00
Wo:
Bücherhalle im Mercado Altona
Ottenser Hauptstraße 8-10
22765 Hamburg
Preis:
Eintritt: €7, ermäßigt €5, frei für Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung.

 

Cover: Jana Rogge, Weimar

ABGESAGT! Aufgrund der Coronavirus-Pandemie muss diese Veranstaltung leider abgesagt werden. Ein Ausweichtermin wird gegebenenfalls hier bekannt gegeben.

„Franzosenbalg – Völker sind zum Mischen da“

Peter García kam 1946 in Heidelberg als Sohn eines französischen Soldaten spanischer Herkunft und einer deutschen Mutter zur Welt. Aufgrund seiner Herkunft und seines südländischen Aussehens musste er sich mit tief verwurzelten Vorurteilen und mit Missbrauch auseinandersetzen. Man schimpfte ihn Franzosenbalg, Judenbengel, nordafrikanischer Bastard, Kümmeltürke und Kanake. Mit 14 Jahren wurde ihm unsanft beigebracht, wer sein leiblicher Vater war. Er suchte ihn 25 Jahre lang und hatte schließlich das Glück, ihn zu finden. Auf dem langen Weg zur Klärung seiner Identität reiste er um die Welt, lernte viele interessante Menschen kennen, wurde zeitweise Kommunist und Dritte-Welt-Fan und erforschte die bunte Mischung seiner Vorfahren. Auf diese abenteuerliche Reise nimmt der Autor die Leser mit. Er stellt aber nicht nur seine wechselvolle und anrührende Lebensgeschichte dar. Wie der Untertitel „Völker sind zum Mischen da“ verdeutlicht, bezieht er unmissverständlich Position zur aktuellen Debatte über Fremdenfeindlichkeit und Migration.

Cover: Thomas Seidel, althea Verlag

„Ich hatte Ellenbogen – Eine streitbare Frau aus Ostpreußen“

18.2.1945 an einem Gleis des Warnemünder Bahnhofs. Eine junge Frau will mit ihren beiden kleinen Kindern in den Richtung Hamburg zur Abfahrt bereitstehenden Zug einsteigen. Der Zug scheint voll zu sein. Doch irgendwie gelingt es ihr, unter der wütend ausgestoßenen Aufforderung, einer Kriegerwitwe Platz zu machen, sich in den Zug hineinzukämpfen. „Ich hatte Ellenbogen“ wird sie 30 Jahre später ihren erwachsenen Söhnen sagen, als sie ihnen von diesem Erlebnis berichtet. Sie musste ihre „Ellenbogen“ noch oft gebrauchen.

In diesem Familienportrait geht es um die Mitglieder der Restfamilie, ihre Flucht, teils kriegsbedingte innerfamiliäre Konflikte, den Existenzkampf, ihr Zurechtkommen in der neuen Umgebung und nicht zuletzt um Heimatsuche.

Eintritt: €7, ermäßigt €5, frei für Mitglieder der Hamburger Autorenvereinigung.

Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien.

 

 

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