Trauer um Wolfgang Castell

Die Hamburger Autorenvereinigung trauert um ihr Mitglied Wolfgang (K)Castell. Er ist am 16.03.2019 ganz still von uns gegangen. Trotz zeitweise schwerer Krankheit sprühte er stets vor Lebenslust.
Wolfgang Kastell (Castell offenbar sein  Name als Haarkünstler, unter dem wir ihn kannten) war das Vorbild eines gut ausgebildeten und sehr erfolgreichen Handwerkers, der umfangreiche Hobbys pflegte und zugleich der Wissenschaft und den Kunstsparten Literatur und Musik zugetan war. Als ständiger Gast der Laeiszhalle und als Autor erfuhr er Entspannung von seinem Friseurgeschäft in Hamburgs Stadtteil Pöseldorf, das seit den 60er Jahren lange Zeit ein angesagter Treffpunkt von Freunden und Schaffenden aus den Bereichen Theater, Musik, Mode, und Gastronomie in Hamburg war. Denn Castell war Hamburgs wohl bekanntester Herrenfriseur und bediente in seinem „Castell for men“ prominente Kunden wie Rudolf Augstein, Berthold Beitz, Frank Elstner, Freddy Quinn, „Sir“ Erik Blumenfeld, Klaus von Dohnanyi, Peter Boenisch, Helmut Schmidt, Charly Dörfel, Bubi Scholz, Johnny Cash, Bundespräsident Karl Carstens, Startenor Lucianno Pavarotti u.a.  – bis er  2013 seinen Laden in der Milchstraße zum Bedauern vieler Kunden mit einer großen Abschiedsfeier schloss.
Er blieb aber im Unruhestand und begab sich in den Sommern auf seine Segelyacht und kreuzte auf der Ostsee mit Familie, Freunden und Bekannten.  Noch im Juni meldete er sich zum Ansegeln auf Facebook. Eine Fortsetzung wie in den Vorjahren gab es diesmal nicht.

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